Das L´Alpe d´Huez der Inlineskater

(11.08.2006 von Cornelius Droop, 3655 mal gesehen)

Drei vom Speedteam-Bodensee erobern den Klausenpass

Bei widrigen Bedingungen (nasskalt) fand das Abschlussrennen der Swiss Inline Cup-Serie (SIC) in Glarus statt. Dabei ging es über 23 km auf den 1952 m hoch gelegenen Klausenpass. An der weltweit hochrangigsten Rennserie für Speedskater, allein 4 SIC-Rennen gehören zur höchsten Kategorie des Inline-World-Cups, nehmen in der Schweiz jedes Jahr über 25.000 Sportler teil. Die Besonderheit beim Glarus-Lauf: ein Uphill-Rennen über insgesamt 1300 Höhenmeter! Das sind Daten, die schon einen Radfahrer abschrecken können, aber mit Inline-Skates?
In diesem Sommer grassierte am Bodensee bekanntermaßen das Uphill-Fieber (dem RSV-Seerose sei Dank). Es ging darum persönliche Bestzeiten beim Erklimmen des Höchsten aufzustellen und sich zumindest virtuell mit Steffen Wesemann zu messen. Aber nicht nur die Radfahrer wurden infiziert, auch die Skater vom Speedteam-Bodensee suchten die Herausforderung. Der Höchsten war sozusagen eine Miniatur-Teststrecke für Glarus. Hier hält übrigens Maik Scholl vereinsintern mit 27:32 min den Rekord für die 8,3 km. Dies entspricht einem Schnitt von 17,7 km/h, wohlgemerkt mit Inlinern!
Nach Glarus trauten sich dann aber doch nur 3 mutige Speedteamler: Danny Corbo (Ailingen), Dietmar Bülow (Ravensburg) und Siegfried Wildenstein (Bad Schussenried).
Schnellster von ihnen war Corbo, der am Ende von heftigen Rückenschmerzen gequält wurde und auf den letzten 3 km einen regelrechten Einbruch erlitt, mit einer Zeit von 2:01,45 h. Seine Aussage im Ziel: „Das war das Brutalste, was ich bisher mitgemacht habe“. Schlechter verlief es noch für Bülow, der schon früh nach 5 km, wohl wegen der kühlen Temperaturen, von Muskelkrämpfen im Oberschenkel geplagt wurde. Immer wieder musste er anhalten, um sich zu dehnen, aber auch er kämpfte sich in 2:03,07 h hoch auf den Klausenpass. Auch Bülow sprach von „Schinderei“, hatte aber nie an eine Aufgabe gedacht. Gut durch die Serpentinen kam der 47jährige Wildenstein, der die Strecke mit Bedacht angegangen war und für die letzten steilen Kilometer noch Reserven hatte. Seine Zeit: 2:10,36 h. Alle drei berichteten von den helfenden Anfeuerungsrufen der Zuschauer und waren sich einig: ein unvergessliches Erlebnis.
Es siegte übrigens der Kolumbianer Diego Rosero, im Zielsprint nur 25 Hunderstel vor Marc Christen aus der Schweiz, in unglaublichen 1:16,28 h. Von den hochgehandelten Skilangläufern auf Skates landete als Bester Gion-Andrea Bundi (Schweizer Olympiateilnehmer) mit 2:22 min Rückstand auf Platz 4.

Foto: Hier können sie schon wieder lächeln, von links: S. Wildenstein, D. Corbo, D. Bülow



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